Aus meiner Sammlung: Furchenstein

Furchenstein
In der Uferzone einiger Seen kann man manchmal auffällige Steine mit markant strukturierter Oberfläche entdecken – die sogenannten Furchensteine. Es handelt sich hierbei um Kalkgerölle, die in einer ersten Phase durch Blaualgen (Cyanobakterien) besiedelt werden. Aufgrund des resultierenden krustenartigen Überzugs bezeichnet man sie zu diesem Zeitpunkt vorerst als Krustensteine. Kommt es im Folgenden durch Stoffwechselprozesse der Blaualgen zu Kalkabscheidung und Bioerosion, bilden sich schließlich die typischen labyrinthähnlichen Furchen und aus dem Krustenstein wird ein Furchenstein. Voraussetzung für die Kalkausfällung ist das Vorliegen von ausreichend Karbonat im Wasser, was erklärt, warum sich die Bildung von Furchensteinen auf gewisse Seen beschränkt. Das hier vorliegende Exemplar stammt aus dem Chiemsee, der bekannt ist für das reichliche Vorkommen von Furchensteinen. Insgesamt hat das Handstück eine Länge von etwa 25 Zentimetern.

 
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Die vor einigen Jahren diskutierte Theorie eines Meteoriten-Impakts, der zur Ausprägung der Furchensteine geführt haben soll, ist an zahlreichen Stellen anschaulich widerlegt worden. Wer sich für das Thema interessiert, findet Information beispielsweise hier:

 
 

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