(Dreidimensionale) Darstellung chemischer Moleküle auf dem Mac. Tipps für Einsteiger

Auch, falls man es gar nicht brauchen sollte: Chemische Moleküle auf dem Rechner darzustellen macht einfach Spaß. Für den Mac ein entsprechendes Programm zu finden, ist allerdings gar nicht so einfach. Auf meiner Suche nach einem kostenlosen und intuitiv bedienbaren Ersatz für das vormals von mir unter Windows genutzte IsisDraw stolperte ich zwar über eine schier unüberschaubare Vielzahl von Programmen, so richtig begeistern wollte mich spontan allerdings keines. Letztendlich aber wurde ich fündig: Hier folgt also (peu à peu) der Überblick über meine neuen Lieblinge:

Mein derzeitiger Favorit ist eindeutig das bedienerfreundliche Programm Avogadro, downzuloaden bei http://avogadro.cc. Äußerst übersichtlich in der Anwendung, macht es Avogadro einem wirklich leicht, räumliche Modelle darstellen und um beliebige Achsen rotieren lassen. Ein Pictogramm ermöglicht freies Zeichen durch Einsetzen der gewünschten Elemente, aber auch komplette Aminosäuren und viele andere fertige Moleküle können hinzugefügt werden. Fehlende Wasserstoffatome werden auf Wunsch mit einem einfachen Befehl an den entsprechenden Stellen ergänzt, fertige Bilder exportiert man leicht in vielfältigen Formaten. Schade, dass Animationen nicht abgespeichert werden können – und wer zusätzlich zweidimensionale Darstellungen wie z. B. Keilstrichformeln braucht, wird hier auch nicht fündig.

Mannose Drahtgitter

Adenin Stabmodell

Aspartam

Die Hilfefunktion übrigens ist nicht besonders hübsch, erleichtert aber doch den Einstieg. Einen kleinen Einblick in die Darstellungsmöglichkeiten des Programms gibt die angehängte Bildergalerie.

(Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, dem sei übrigens gleich zu Beginn wärmstens die Beschäftigung mit SMILES– bzw. SMARTS-Strings sowie dem InChI-Strukturcode ans Herz gelegt! Für all diejenigen, die ohne umfangreiche Einarbeitung hübsche Ergebnisse erzielen möchten, geht es aber natürlich auch ohne!)

Und wer selbst auf die Suche nach einem Programm gehen möchte:
Eine umfassende Zusammenstellung der derzeit als Freeware oder Open Source Programme verfügbaren Formel-Editoren findet man natürlich bei  Wikipedia