Noch mehr Xenophoren!

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Eigentlich habe ich ja erst kürzlich einen Artikel über die Sammelleidenschaft dieser faszinierenden kleinen Schnecke verfasst. (Oder über meine Sammelleidenschaft, wenn es um faszinierende kleine Schnecken geht – ganz wie man’s nehmen mag …). Da ich nun allerdings überraschend die Gelegenheit hatte, in der Sammlung eines befreundeten Geologen zu stöbern, ist ein zweiter Artikel unabdingbare Pflicht geworden! Wolfgang Fink, von dessen Sammlung hier die Rede ist, ist begeisterter Xenophoren-Kenner und hat, der Bösewicht, auch meine eigene Xenophoren-Leidenschaft zu verantworten. Vor einigen Jahren nämlich schenkte er mir leichtfertigerweise ein wunderschönes Exemplar einer fossilen Xenophora crispa, ohne zu bedenken, dass dies nicht folgenlos für mich und meine nähere Umgebung bleiben konnte! Ich, zum damaligen Zeitpunkt noch völlig unbedarfte Nicht-Xenophoren-Kennerin, erlag spontan meiner Begeisterungsfähigkeit, und so war die Liebe zu den besonderen Schneckenhäuschen mehr oder weniger unmittelbar entfacht. Eifrig bin ich seitdem also stets auf der Suche nach neuen Sammlungsobjekten; und obwohl ich mittlerweile eine Vielzahl schöner und besonderer Xenophoren-Häuschen mein eigen nennen darf, hat Wolfgangs Sammlung auch für mich noch einige Highlights zu bieten: Sage und schreibe 119 Exemplare aus 28 Arten hat er zusammengetragen, darunter echte Raritäten wie eine Glasscherben-tragende Xenophora pallidula oder die außergewöhnlich schöne, wahrlich riesige Xenophora davolii. Und ich durfte sie in meinen Armen wiegen, mei!

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Genau 661 Fotos habe ich an einem spontan organisierten Nachmittag auf die Schnelle geschossen. Aber keine Sorge: Auch wenn ich selbst eine Schnecke schöner finde, als die andere, hier habe ich mich auf eine kleine Auswahl der spektakulärsten Gehäuse beschränkt; eben jene, die vielleicht auch den erst angehenden Schneckenliebhaber interessieren könnten. Abschließend auch nur einige wenige erläuternde Worte: Die unten links abgebildete Xenophora pallidula hat neben diversen Schnecken auch eine andere Xenophore in ihr Gehäuse eingebaut. Und die nebenstehende, fossile Xenophora deshayesi trägt eine besonders schöne Conus in seltener Farberhaltung (siehe Mouseover). Bleibt zu guter letzt noch anzumerken, dass ich mich bei Wünschen nach weiteren Xenophorenbildern schweren Herzens ein weiteres mal opfern würde. Für eine zweite Fotosession. Oder so.

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