Schleierfälle

IMG_3537aaaa1024-50 Auf der Suche nach einer wintergeeigneten Wanderung zur Einweihung meiner neu erworbenen Gleitschutznupsis [Anmerkung: nach einigen Diskussionen über Herkunft und Duden-Festigkeit des Begriffs »Nupsi« im Hause Männig inzwischen fest etablierter Fachterminus für anschnallbare Spikes aller Art] bin ich letztes Jahr auf die mir bis dahin erstaunlicherweise völlig unbekannten Schleierfälle gestoßen. Zwar bietet das Naturdenkmal keine tosenden Wassermassen, dafür aber ein ungewöhnliches, hübsches Arrangement aus Gestein, üppigen Moospolstern und darüber rieselnden Wasserschleiern (Name!), das im Winter zu bizarren Gebilden einfriert.
Man findet die gut ausgeschilderten Schleierfälle problemlos bei Wildsteig an der Ammer: Karte (Kartengrundlage: Openstreetmap, CC BY-SA 2.0)
Von Bad Kohlgrub aus sind die Schleierfälle in einer kleinen Wanderung gut zu Fuß erreichbar. Will man danach nicht den gleichen Weg zurücklaufen, so bietet es sich an, über Scheibum und Kammerl bis nach Altenau zu marschieren. Schätzungsweise 15 km legt man dabei zurück und hat den großen Vorteil, wieder eine Zughaltestelle für die Heimreise zu erreichen. Die Schleierfälle sind übrigens immer sehenswert, nicht nur im Winter, leider sind sie aber auch konsequent touristisch recht überlaufen. Zu beachten ist, dass der Zugang zu den Wasserfällen selbst mittlerweile wegen Steinschlaggefahr gesperrt ist. Man hat aber immer noch ausreichend gute Sicht!
 
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Nachtrag April 2011: Schleierfälle im Frühjahr:
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