Basaltbruch am Lindenstumpf

Basaltbruch am Lindenstumpf

Den Basaltbruch am Lindenstumpf findet man nördlich von Schondra im Gebiet der südlichen Rhön.
Auf dem Gelände eines alten, aufgelassenen Steinbruchs erhält man äußerst interessante Einblicke in das Innere eines ehemaligen Vulkans: Basaltische Lava erstarrte hier durch langsame Abkühlung zu perfekt ausgebildeten Basaltsäulen. Die vorliegende Kuppe ist also nicht das Ergebnis einer Vulkaneruption, sondern eine noch im Erdinneren auskristallisierte Magmenkammer, die im Laufe der Zeit durch Verwitterung freipräpariert wurde. Der ehemalige Steinbruchbetrieb, bei dem in den 60er Jahren das Material für den Bau der Rhönautobahn (A7) abgebaut wurde, hat die Strukturen zusätzlich aufgeschlossen. Besonders markant ist die radiäre, zum Zentrum hin ansteigende Anordnung der Säulen in der sogenannten “Meilerstellung”. Diese Bezeichnung soll auf die Ähnlichkeit der Lagerung zu einem Kohlenmeiler hinweisen.
Vulkanaktivität gab es im Bereich der Rhön vom späten Oligozän (25 Ma) bis ins frühe Pliozän (5 Ma), die vorliegende Basaltkuppe entstand vor etwas 22 Ma. Dass es durchaus auch Vulkaneruptionen gab, beweisen die ebenfalls auf dem Gelände vorkommenden Tuffe und Schlacken.


 
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Verwendete Literatur und weiterführende Links:

  • LfU
  • Wikipedia
  • Rhoenline