Sommer wie Winter: Drei Hörnle

Hörnle, Blick ins Tal  
Auf der Suche nach einer wintergeeigneten Bergwanderung habe ich vor ein paar Jahren die Drei Hörnle in den Ammergauer Alpen entdeckt. Da »das Hörnle« aus 3 Bergkuppen besteht (nämlich dem Vorderen, dem Mittleren und dem Hinteren Hörnle), sind »die 3 Hörnle« ein fest etablierter Begriff. Alle drei Gipfel kann man in einer einfachen Wanderung auf gut befestigten Wegen problemlos erklimmen, wer mag, kann sogar ganz bequem von Bad Kohlgrub aus mit dem Sessellift der Hörnlebahn bis auf das Vordere Hörnle fahren.

Anreise:
Man erreicht die Hörnle problemlos mit der Bahn: Unterammergau oder Bad Kohlgrub sind beispielsweise zwei gut geeignete Start- (und auch Ziel-)punkte.

Wanderung:
Mit Hilfe der unten verlinkten Karten kann man sich ganz einfach eine Wanderung nach Wahl zusammenstellen. Die Hörnle sind sehr übersichtlich und man findet sich gut zurecht. Startet man beispielsweise in Bad Kohlgrub (828 m üNN), so hat man zum Hinteren Hörnle (1548 m üNN) einen Höhenunterschied von 720 m zu überwinden.
Gemütlich einkehren kann man in der Hörndlhütte, die auf dem Vorderen Hörnle, nur wenige Gehminuten von der Bergstation der Hörnlebahn entfernt, liegt. Ewig in Erinnerung bleiben wird mir übrigens die Geräuschkulisse einer nudelsuppenschlürfenden Tischnachbarin, die den Verzehr jeder einzelnen Nudel mit bis dahin nie gehörten Saug- und Schmatzlauten zelebrierte – ich werte dieses Zeremoniell mal als positives Zeichen, unsere Krautschupfnudeln zumindest haben ganz prima gemundet.

Da ich die Wanderung als Sommer- wie Winterwanderung vorstellen möchte, folgen hier die Bilder von zwei verschiedenen Besuchen. Der “Sommer”ausflug fand zwar im November statt – blühende Schlüsselblumen und Vergissmeinnicht sorgten aber streckenweise eher für Frühlings-, als für Herbst-Feeling. Kurz nach dem Aufstieg von Unterammergau aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf Unterammergau (siehe Bild 3); das 5. Bild zeigt die Aussicht auf den Staffelsee.

 
Die Winterwanderung begann in Bad Kohlgrub und endete in Unterammergau. Da es bitter kalt war, sind wir diesmal mit der Hörnlebahn gefahren, worum ich letztlich recht froh war – denn obwohl insgesamt nicht wirklich viel Schnee lag, haben starke Schneeverwehungen das Vorankommem streckenweise ganz schön erschwert. Vernünftige Grödel wären definitiv besser geeignet gewesen, als meine einfachen Mini-Spikes, die ich alle paar Meter verloren habe.
Das schöne Hörnle-Panorama war leider weitestgehend im Nebel versunken – dennoch war es eine tolle Wanderung mit super schönen Ausblicken.


 
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