Wasserfallweg Bad Urach

Wasserfallweg Bad Urach: Das farbenprächtige Ende der steinernen Rinne

Bei trüber Wettervorhersage hatten wir im Spätherbst letzten Jahres das Glück, nahezu allein auf dem sonst oft recht gut besuchten Wasserfallweg unterwegs zu sein. Sehr zu unserer Freude gab es statt des angekündigten Regens streckenweise sogar strahlenden Sonnenschein und wir haben – zumindest von oben – kein einziges Wassertröpfchen abbekommen.


Wasserfall Bad Urach

Man startet entweder vom Bahnhof »Bad Urach Wasserfall« oder – bei Anreise mit dem Auto – vom nahegelegenen Parkplatz. Entlang des Brühlbachs führt der Weg in südlicher Richtung (vorbei an der sog. Elefantenhöhle) direkt zum Wasserfall Bad Urach, dem größten Wasserfall der Schwäbischen Alb: Hier stürzt das Wasser rund 37 m in die Tiefe, je nach Wasserstand entweder als rauschender Wasserfall oder in idyllisch rieselnden Wasserschleiern. Bei unserem Besuch war die Wassermenge insgesamt eher gering, aber nichtsdetotrotz äußerst hübsch anzusehen.

Weiter geht es zum Rutschenfelsen, einem imposanten Steilhang, an dessen Kante ein komfortabler Weg entlang verläuft. Von hier hat man zum ersten Mal einen schönen Ausblick auf die Burgruine Hohenurach und gemütliche Holzliegen laden zur Rast.


Blick zur Ruine Hohenurach

Pferdefreude werden sich darüber freuen, dass die nächste Etappe durch den »Fohlenhof« des Haupt- und Landgestüts Marbach verläuft, wo neugierige Jungpferde aufmerksam beobachten, was die Gäste treiben.

Nach einem kurzen Stück durch den angrenzenen Wald erreicht man schließlich auch schon den Gütersteiner Wasserfall sowie das ehemalige Kloster Güterstein. Heute befindet sich an der Stelle des Klosters eine kleine Kapelle und direkt nebenan beginnt eine beeindruckende steinerne Rinne, mit der sich der Brühlbach durch Kalkfällung ein erhöhtes Bachbett erschaffen hat. Leider sucht man Informationen zu dieser Rinne vor Ort vergeblich, es ist aber anzunehmen, dass sie ursprünglich durch intensive klösterliche Pflege unterstützt wurde.


Gütersteiner Wasserfälle und steinerne Rinne

Das letzte Wegstück führt schließlich durch schöne Streuobstwiesen und bietet einen letzten Blick auf die Ruine Hohenurach.

Die Wanderung ist insgesamt sehr abwechslungsreich und leicht zu meistern: Auf etwa 10 km Wegsstrecke überwindet man inklusive aller Gegenanstiege knapp 600 Höhenmeter. Die Wege sind allesamt gut ausgebaut und auch der kleine Steig ist völlig unkompliziert. Eine schöne Wanderung mit vielen Highlights!

Karte und Höhenprofil


 
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