Füchsin mit Beute
Rein zufällig habe ich diesen Sommer einen Fuchsbau am Waldrand entdeckt. Geruch und Losung im Bereich des Baus waren eigentlich eindeutig – dennoch war ich überrascht, als ich eines Tages direkt neben dem Weg spielende Welpen gesehen habe. Da ich in unmittelbarer Nähe des Baus nicht stören wollte, gibt es davon keine Fotos: Nach der spontanen Begegnung habe ich auf meinen kleinen Fotorunden die Strecke so lange weiträumig gemieden, bis die Welpen sicher ausgezogen waren.
In den umliegenden Feldern allerdings konnte ich zur gleichen Zeit regelmäßig eine Fähe beobachten: Unermüdlich war sie auf Mäusejagd, um schließlich – den Fang voll gepackt mit Beute – Richtung Fuchsbau zu laufen. Offensichtlich eine kräftezehrende Aufgabe für die schmale Füchsin, den Nachwuchs zu versorgen; glücklicherweise wirkte sie trotz ihrer schlanken Figur aber äußerst agil und munter. Die Fotos entstanden, als sie eines Tages zu meinem großen Erstaunen direkt auf mich zugelaufen kam, nachdem sie die am Feldrand abgelegten Mäuse eingesammelt hatte. Erst knapp vor mir ist sie ganz gelassen ins Feld abgetaucht.
Zusammentreffen wie diese, die völlig entspannt für das Wildtier ablaufen, sind ein wunderbares Erlebnis und ich freue mich sehr, davon ein paar Fotos zu haben.
Jungfuchs beim Jagen
Das hübsche Kerlchen, das sich auf den Fotos so fleißig in der Mäusejagd übt, konnte ich zu meiner großen Freude über einen längeren Zeitraum immer wieder beobachten. Sehr genau wusste er (sie?), wenn ich am Feldrand stand, fühlte sich aber offenbar nicht gestört durch meine Anwesenheit: Ab und an ein kurzer Blick in meine Kamera, dann war die Konzentration auch schon wieder bei der Jagd und die nächste Maus wurde aufgespürt.
Eifrig und geschickt war das Füchslein bei der Sache – und obwohl meine Sympathie allen Mäusen gilt, war es äußerst spannend für mich, die zunehmende Verbesserung der Jagdtechnik zu beobachten: Einen wahrlich perfekten Mäusesprung zeigt das letzte Bild.
Ein alter Fuchs
Den Abschluss meines kleinen Beitrags soll dieser offensichtlich schon sehr betagte Fuchs bilden, den ich vor einer malerischen Steinklee-Kulisse ablichten konnte. Mit seiner fast löwenartigen Mähne, dem etwas zotteligen Fell und den bereits leicht trüben Augen eine ganz besondere und seltene Erscheinung. Zu gerne wüsste gerne, wie viele Jahre er schon durch unsere Gegend streift.
Gelassen und souverän hat der Fuchs sein Revier markiert und sich von meiner Nähe in keinster Weise stören lassen. Mit einem kurzen Blick in meine Richtung hat er sich schließlich ins angrenzende Feld getrollt.
Den Jungfuchs auf den vorigen Bildern habe ich übrigens nur ein Feld weiter fotografiert und vermute daher, dass beide Tiere miteinander verwandt sind. Die abgebildete Fähe jedoch lebt in einem anderen Gebiet und gehört sicher nicht »zur Familie«.
Alle Fotos entstanden mit einer Sony Alpha 6700 und einer Brennweite bis zu 840 mm (Sony Teleobjektiv FE 5.6-6.3/200-600 G OSS plus Sony 1.4 x Tele Converter).
















