Wunderschöne Insekten begleiten mein Leben im Taubertal – die folgende Zusammenstellung zeigt nur einige wenige Beispiele, die mich durch ihr besonders farbenprächtiges Glänzen und Schillern begeistern.
Goldwespe
Als Wildbienen-Parasit hat die Goldwespe nicht unbedingt den besten Ruf, ein tolles Fotomotiv ist sie in jedem Fall!
Durch ihr unstetes Verhalten ist es leider nicht ganz einfach, sie abzulichten … Es hat zahlreiche Anläufe gebraucht, bis ich das obige Bild im Kasten hatte. Und es ist mein bislang einziges zufriedenstellendes Foto einer Goldwespe geblieben. Entstanden ist die Aufnahme, als sich das reinliche Tierchen ausgiebig auf einem Koppelpfosten geputzt hat und mir so ein wenig Zeit ließ, die Kamera einzustellen. Dabei saß die Goldwespe übrigens kopfüber – ich habe das Foto der Optik wegen um 90 Grad gedreht!
Grünrüssler
Rüsselkäfer mit ihren teils unglaublich langen »Nasen« gehören eindeutig zu meinen Favoriten in der Insektenwelt! Die Grünrüssler sind besonders schicke Vertreter der Familie und fallen vor allem durch ihren seidig glänzenden Grünton auf. Sie zeigen sich eher schüchtern und wenden sich meist vorsichtig ab – so hat sich der abgebildete Käfer erst ein paar Mal auf der jeweils anderen Blattseite vor mir versteckt, ehe er sich zu diesem Foto »überreden« ließ.
Prachtkäfer: Eine Romanze in 4 Akten
Die knallig gefärbten Prachtkäfer hingegen haben sich von meiner Indiskretion absolut nicht stören lassen und so steht zu hoffen, dass es im nächsten Jahr besonders viele schöne Exemplare geben wird!
Ich vermute, es handelt sich bei den abgebildeten Käfern um den generell eher seltenen Weidenprachtkäfer (Anthaxia salicis); erfreulicherweise treffe ich entsprechende Exemplare bei uns aber relativ häufig an. Und auch viele andere Prachtkäfer lassen sich hier in der Region beobachten.
Beachtenswert finde ich den ausgeprägten Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen, den man auf den Fotos gut erkennen kann.
Fallkäfer
Mit dem Kopf in der Blüte trotzt hier ein (Smaragd-?) Fallkäfer dem Wetter und zeigt durch die Lichtbrechung in den Wassertropfen ein interessantes Farbenspiel. Das Foto entstand letztes Jahr auf einer unserer Pferdekoppeln, als es gerade zu tröpfeln begann. Kurz darauf hat sich der Käfer ein etwas trockeneres Plätzchen unter einem größeren Blatt gesucht und dort den folgenden kräftigen Schauer hoffentlich gut überstanden.
Auch bei Trockenheit zeigen die Käfer einen intensiv schillernden Farbverlauf und fallen schon aus größerer Entfernung auf.
Bunter Hohlzahn-Blattkäfer
Anfang Juni letzten Jahres saßen sie plötzlich zahlreich am Wegesrand: Alle paar Meter hatte einer der irisierenden Käfer ein Blättchen für sich »erobert« und die vielen funkelnden Farbtupfer waren ein ungewöhnlicher Anblick.
Bis heute weiß ich nicht wirklich, warum es zu dieser Ansammlung kam, die ich so noch nie zuvor beobachtet hatte. Ein paar Tage später waren die meisten Käfer dann aber auch schon wieder verschwunden und ich habe nur noch sehr vereinzelt Exemplare entdecken können.
Blaugrüner Schenkelkäfer
Der Blaugrüne Schenkelkäfer (Oedemera nobilis) ist ein häufiger Gast in unserem Garten und meist ein williges Fotomodell, das sich ohne jede Scheu vor der Kamera präsentiert.
Nur die Männchen haben die namensgebenden und auffälligen Verdickungen an den Hinterbeinen – faszinierend, wie behände sie sich damit bewegen und wie geschickt sie fliegen können. Die Art wird oft auch Grüner Scheinbockkäfer genannt und in der Tat gibt es einfarbig grün gefärbte Individuen ohne jeden Blauschimmer. Bei uns kommen beide Farbgebungen nebeneinander vor, leider habe ich aber noch nicht in Erfahrung bringen können, wovon es abhängt, welche Färbung die Tiere zeigen.












