Kreuzkräuter, Greiskräuter (Senecio spec.)

Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea)

Jakobskreuzkraut (oft abgekürzt als JKK), das “berühmteste” der Kreuzkräuter, verbreitet sich seit einigen Jahren leider hemmungslos und zahlreiche Kampagnen, es zu bekämpfen, blieben bislang erfolglos.
Leider wird die Gefahr, die von JKK ausgeht, immer wieder bagatellisiert. Die enthaltenen hochgiftigen Pyrrolizidinalkaloide kumulieren im Organismus, werden also nicht abgebaut, sondern reichern sich (bei Aufnahme) immer weiter an.
Im frischen Zustand wird Jakobskreuzkraut glücklicherweise aufgrund seines bitteren Geschmacks von den meisten Pferden gemieden, allerdings scheinen gerade noch junge Blattrosetten (→ Bild bei Wikimedia) vielen Pferden durchaus zu munden. Leider bleibt die Giftwirkung auch im Heu noch jahrelang erhalten, während sich die Bitterstoffe schnell abbauen, was dazu führt, dass Jakobskreuzkraut von den Tieren uneingeschränkt mitgefressen wird. Ein Indiz für Jakobskreuzkraut im Heu können u. a. seine rötlichen Stängel sein.

Blütenstände:


Detailbilder von den Blüten:

Blütenstand und Blüten von unten:

Blätter:

Samenstand:

 
Greiskräuter im Frühsommer, ehe die Blütenstände erscheinen und mit Knospen:

 
Merkmale:

  • Krautige Pflanze bis etwa 1 m Höhe
  • Blüte: JKK ist ein Korbblütler. Die Blüte ist entsprechend aus Zungen- und Röhrenblüten aufgebaut: Ein zentrales “Köpfchen” aus 60 – 80 Röhrenblüten wird von typischerweise 14 Zungenblüten strahlenförmig umgeben. (Es können aber durchaus auch mal 12 oder 15 Zungenblüten sein!). Der Blütenstand ist doldenartig aus mehreren Einzelblüten zusammengesetzt. Typisch sind auch die schwarzen Spitzen der Hüllblätter auf der Unterseite der Blüte. Manchmal wird das Aussehen der JKK-Blüte als “gelbe Margarite” umschrieben.
  • Blütezeit: Juli – September
  • Blätter: im ersten Jahr bildet JKK lediglich eine kleine Blattrosette (und entwickelt keine Blüte). Blätter älterer Pflanzen sind gefiedert und wirken wie zerfranst
  • Stängel: oben verzweigt
  • Sonstiges: typisch auf JKK sind die Raupen des Jakobskrautbären

Auch andere Kreuzkräuter wie das Frühlingsgreiskraut (Senecio vernalis, Senecio leucanthemifolius subsp. vernalis) oder das Fuchssche Greiskraut (Senecio ovatus) sind giftig. Bilder folgen!
Die Pflanzen möglichst nicht berühren!

Fuchssches Greiskraut (Senecio ovatus)

Raukenblättriges Greiskraut (Senecio erucifolius)

Sarazenisches Greiskraut (Senecio saracenicus)

Frühlings-Greiskraut (Senecio leucanthemifolius subsp. vernalis, Syn.: Senecio vernalis)

Bilder folgen

Silber-Greiskraut, Silberblatt, Weißfilziges Greiskraut (Senecio bicolor)

Silber-Greiskraut ist nicht winterhart und kommt daher in unseren Breiten in der freien Natur nicht vor. Als Zierpflanze wird es allerdings recht häufig kultiviert.


 

Weiterführende Literatur

 
 
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