Saisondimorphismus beim Landkärtchen

Landkaertchen Sommerform
Als Saisondimorphismus bezeichnet man das jahreszeitlich bedingte Auftreten zweier unterschiedlicher Formen. Beim Landkärtchen (Araschnia levana) ist dieses Phänomen so deutlich ausgeprägt, wie bei keinem anderen Tagfalter unserer Breiten.

Während die im Frühjahr fliegende Frühform eine orange gezeichnete Flügeloberseite hat, zeigt die im Sommer auftretende Spätform ein schwarzes Muster:


 
Ursächlich für die Entstehung der beiden Generationen ist im Wesentlichen die Tageslänge und eine damit verbundene Überwinterung:

  • Die Nachkommen der roten Frühjahrsform, die sich während der langen Tage entwickeln, verwandeln sich – nach nur kurzem Puppenstadium – noch im gleichen Jahr zur schwarzen Sommerform.
  • Die Nachkommen dieser dunklen Sommerform, die während einer kürzeren Tageslänge heranwachsen, überwintern im Puppenstadium und verwandeln sich schließlich im darauffolgenden Frühjahr zur roten Frühjahrsform.

In Experimenten mit künstlicher Lang- bzw. Kurztaghaltung konnte der Einfluss der Tageslänge eindeutig nachgewiesen werden: Bei Tageslängen unter 16 Stunden entwickeln sich dunkle Exemplare, bei Tageslängen darüber rote.

Nur geringe Unterschiede lassen sich dagegen übrigens bei der namensgebenden landkartenähnlichen Zeichnung der Flügelunterseite erkennen (links: Frühform, rechts: Sommerform):


 
Links:

Wikipedia: Landkärtchen, Saisondimorphismus

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