Anhäuser Mauer

Anhäuser MauerBei der Anhäuser Mauer handelt es sich um die letzten Überreste eines ehemaligen Pauliner-Eremitenklosters: Mit etwa 10 Meter Länge und 18 Meter Höhe ragt das ungewöhnliche, freistehende Mauerstück weithin sichtbar über die angrenzenden Felder.
Die Wurzeln des Gebäudekomplexes lassen sich bis in das Jahr 1344 zurückverfolgen: Damals befand sich an der Stelle des späteren Klosters eine kleine, zeitweise als Einsiedelei genutzte Marienkapelle. Das eigentliche Kloster schließlich wurde 1403 errichtet und durch Hermann von Hornburg, Barbara von Merkingen und Konrad von Bebenburg dem Pauliner-Orden gestiftet. Nach einem Brand im Jahr 1445 wurde es umgehend wieder aufgebaut und in den folgenden Jahren sogar weiter vergrößert (Crailshaimer Kapelle, St.-Annen-Kapelle). Im Zuge der Reformation jedoch, als Markgraf Georg den Protestantismus in seinen Gebieten einführte, wurde der Fortbestand des Klosters zunehmend erschwert, so dass es 1557 schließlich aufgelöst und in einen Pachthof gewandelt wurde. Im Jahr 1700 folgte letztlich der Abriss der Anlage. Der heutige auffällige Überrest entspricht der Nordwand der Crailshaimer Kapelle und wird von 5 Epitaphen zum Gedenken an die Herren von Bebenburg geziert.
 
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