Handschriften digitalisieren

Schriftprobe myscriptfont.comDie eigene Handschrift zu digitalisieren ist erstaunlich einfach. Getestet habe ich verschiedene Angebote der Maklabu GmbH, die allesamt gratis und unkompliziert ein schnelles Ergebnis lieferten.
Die erste Schriftprobe ist entstanden mit

myscriptfont.com

Per Mausklick öffnet sich ein Template, das ausgedruckt, ausgefüllt und nach dem Einscannen schließlich wieder hochgeladen wird. Neben “einfachen” Buchstaben können auch Umlaute und einige Sonderzeichen wie beispielsweise geschwungene Klammern oder das Paragraphen-Zeichen erstellt werden. Da die vorgegebene Auswahl limitiert ist, muss man bei Sonderwünschen improvisieren und entweder einzelne Felder anders als ursprünglich vorgesehen ausfüllen oder aber zusätzlich eine zweite Schrift erstellen, auf die man bei Bedarf wechselt. (Wenn man sich das ausgefüllte Template bewahrt, ist es auch kein Problem, den Überblick über eine kreative Belegung zu behalten). So kann man – wenn man dies möchte – auch verschiedenste Symbole darstellen und einen ganz individuellen Schriftsatz erschaffen. Erzeugt wird aus den Angaben nach dem Hochladen ein Vektor Font, der wahlweise als TTF oder OTF abgespeichert und wie jede andere Schriftart am Rechner installiert werden kann. Bei mir Verlief der Prozess völlig problemlos und mein Ergebnis ist sauber und klar in der Darstellung. Darauf achten muss man lediglich, nicht über entsprechende Hilfslinien zu malen, da sonst die Zeichen nicht richtig dargestellt werden können. Natürlich entspricht die erstellte Schrift nicht wirklich der eigenen Handschrift, weil beispielsweise die Abstände zwischen den einzelnen Buchstaben vom individuellen Schreibstil abweichen, insgesamt aber kommt das Ergebnis dem “Original” schon recht nahe. Für mehr Variabilität, gerade wenn gleiche Buchstaben in direkter Wiederholung hintereinander folgen, kann man natürlich ebenfalls durch das Erstellen mehrerer Schriftsätze Abwechslung erzeugen.
Die Datenschutzerklärung (aller im Rahmen dieses Artikels getesteter Tools) klingt sauber. Zudem behält man alle Rechte an den erstellten Fonts und kann diese sogar zur kommerziellen Nutzung verwenden.

Der zweite hier getestete Dienst der Maklabu Gmbh ist

paintfont.com

paintfont.comDie prinzipielle Vorgehensweise ist ganz ähnlich, allerdings kann das Template einfacher inividuell gestaltet werden: Es besteht die Möglichkeit, spezielle Schriftzeichen verschiedener Sprachen und vorgefertigte Zusammenstellungen für Satzzeichen, Ligaturen, phonetische Symbole etc. miteinander zu kombieren. Zudem kann ein völlig individueller Zeichensatz erzeugt werden. Da die größeren Einzelfelder des Templates eine etwas leichtere Umsetzung komplexerer Schriften erlauben, sind sie meiner Meinung nach daher besser für kalligraphische Arbeiten geeignet.
Für meine normale Handschrift gefällt mir das Ergebnis von myscriptfont.com besser – in jedem Fall findet man mit beiden Diensten ausreichend Möglichkeiten, Schriften nach dem eigenen Geschmack zu entwickeln.

fontpunk.com

Wer seine erstellten Schriften noch weiter variieren möchte und sich für Spielereien begeistern kann, kann hier noch ein paar Spezialeffekte hinzufügen. Einige Beispiele:

3D-Effekte:
fontpunk 3D
Eine beliebige Neigung:
fontpunk schräg
Eine Variation der Schriftbreite:
fontpunk schmal
Die Darstellung der Buchstaben als Umrisslinie:
fontpunk Umriss

An dieser Stelle soll mein kleiner Test enden. Wer möchte, kann noch ein paar Möglichkeiten mehr entdecken …

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