Pleystein

Pleystein
Die Kreuzbergkirche von Pleystein thront auf einem außergewöhnlichen, 38 m hohen Pegmatit-Sockel, der vor allem durch seinen Rosenquarz-Gehalt berühmt geworden ist.
Pegmatite sind plutonische Gesteine, die im Rahmen vulkanischer Aktivität tief im Inneren der Erde bei Temperaturen zwischen 600 und 500 °C aus wasserreichen Restschmelzen kristallisieren.
Während der Hauptkristallisationsphase werden aus Magmen vorwiegend wasserfreie Minerale abgeschieden – übrig bleibt daher eine Restschmelze mit erhöhtem Wassergehalt (und einer Anreicherung leichtflüchtiger Elemente). Die Bedingungen in einer solchen Restschmelze sind ideal für die Bildung besonders großer Einkristalle: Es kommt zur sogenannten Keimauslese, die dazu führt, dass das Kristallwachstum nur von wenigen Kristallisationskeimen ausgeht. Pegmatite sind daher sehr grobkörnige Gesteine, die im Extremfall sogar Riesenkristalle von mehreren Metern Länge bilden können. Da in Pegmatiten außerdem seltene Minerale angereichert werden, können sie wertvolle Lagerstätten darstellen.
 
Der Pleysteiner Quarz wurde wischen 1851 und 1920 in größerem Maßstab abgebaut. Danach stellte man den Kreuzberg als Naturdenkmal unter Schutz.
Auch der Ortsname Pleystein bezieht sich übrigens auf den berühmten “Rosenquarzfelsen”: Pleystein bedeutet soviel wie “glänzender Stein” (althochdeutsch pleyen: leuchten, glänzen).
Woher Rosenquarz seine hübsche Farbe hat, war lange umstritten. Vor Jahren habe ich noch gelernt, dass feinste Rutil-Nadeln und dreiwertiges Mangan dafür verantwortlich sind. Neuere Erkenntnisse kann man bei Wikipedia nachlesen.
Leider ist bei unserem Besuch recht schnell die Dämmerung hereingebrochen und es sind nur wenige, eher flaue Bilder entstanden.


 
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Verwendete Literatur und weiterführende Links: